Cluster Kopfschmerzen mit Druck auf den Augen

Der Clusterkopfschmerz tritt hauptsächlich in zwei Formen auf: Episodischer Clusterkopfschmerz, gekennzeichnet durch den Wechsel von Perioden mit Schmerzattacken und beschwerdefreien Phasen und chronischer Clusterkopfschmerz: die kopfschmerzfreien Intervalle sind stets kürzer als zwei Wochen. Die Symptome für Cluster-Kopfschmerzen führen manchmal zur einer Verwechslung mit der Trigeminusneuralgie, aber auch mit der Migräne. Man hat dabei sehr oft auch starken Druck auf den Augen.

Symptome bei Clusterkopfschmerzen

Mann der sich bei Clusterkopfschmerzen die Hände an den Kopf hältHauptsymptom beim Clusterkopfschmerz ist der streng einseitig, in aller Regel periorbital (= um das Auge herum) in Attacken und vorwiegend nachts auftretende Schmerz von unerträglicher Intensität und einer durchschnittlichen Dauer bis zu wenigen Stunden. Überwiegend wird der Schmerzcharakter mit bohrend oder brennend angegeben. Typischerweise, jedoch nicht zwingend, kommt es zu Tränenfluß und Rötung des schmerzseitigen Auges und Druck auf dem Auge, evtl. begleitet von Engstellung der Pupille und Verengung der Lidspalte sowie Nasenträufeln als Begleiterscheinungen. Manchmal treten auch Übelkeit und Brechreiz auf, was zu Verwechslungen mit der Migräne führen kann.

Im Gegensatz zu Migränepatienten sind Patienten mit Clusterkopfschmerz eher unruhig und laufen während der Attacke umher; ihr Ruhebedürfnis ist weniger ausgeprägt als bei Migränikern. Der einschießende Schmerzcharakter und die extreme Schmerzintensitaet können zur Verwechslung mit der Trigeminusneuralgie Anlass geben. Schmerzauslösende Mechanismen können vorhanden sein, so z.B. Flimmer- und Flackerlicht, Aufenthalt in großen Höhen, Histamin und Nitroglyzerin, öfters aber auch Alkohol. Clusterkopfschmerz macht sich oft auch mit starkem Druck auf den Augen bemerkbar.

Behandlung bei Clusterkopfschmerz

Wegen der häufig kurzzeitigen Attackendauer kommen meist nur solche Methoden zur Anwendung, die innerhalb weniger Minuten wirken können. Orale (= Tabletten, Tropfen) und rektale (= Zäpfchen) Verabreichung von z.B. Ergotam in ist daher nur bei längerer Anfallsdauer sinnvoll. Die Einatmung von reinem Sauerstoff über Maske ist eine bewährte Methode zur Kupierung des Anfalls. Die Verabreichung über eine Nasensonde ist meist nicht ausreichend. Diese Methode hat den Vorteil, dass entsprechende Geräte zum häuslichen Gebrauch auf Kosten der Krankenkassen verordnet werden können.  Im Gegensatz zur akuten Migräneattacke spricht der akute Clusterkopfschmerz in der Regel auf die therapeutische Lokalanästhesie (= Betäubung bzw. Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) an. Bewährt hat sich die Betäubung der schmerzseitigen Nerven, jeweils am zugehörigen Austrittspunkt, und die großzügige flächenhafte Infiltration des dominanten Schmerzareals im Stirn- /Schläfenbereich. Bei Schmerzausstrahlungen in den Oberkiefer muss der Infraorbitalis-Nerv ebenfalls blockiert werden.

Wirksam ist beim Clusterkopfschmerz auch Ergotamin. Nachteilig ist, dass sich bei häufigem Gebrauch ein ergotaminbedingter Dauerkopfschmerz ausbilden kann. Wegen des schnellen Wirkungseintrittes kann auch Dihydroergotamin eingenommen werrden.

Natürliche Behandlung beim Clusterkopfschmerz

Anders als z.B. bei der Migräne spielen beim Clusterkopfschmerz psychische Faktoren eine eher untergeordnete Rolle, so dass diesbezüglich nur allgemeine Maßnahmen empfohlen werden können, so z.B. im Rahmen einer psychologischen Mitbetreuung ein Schmerzbewältigungstraining. Transkutane Nervenstimulationen mittels Niederfrequenzgenerator über Klebeelektroden (TENS) haben beim Clusterkopfschmerz nur selten einen positiven Effekt. Da die Ursachen von Clusterkopfschmerzen nicht wirklich klar sind, ist eine Vorbeugung in den meisten Fällen nicht unbedingt möglich. Hinzu kommt, dass Clusterkopfschmerzen sporadisch auftreten und es mitunter Tage und Wochen dauert, bis sie erneut auftreten und dann auch wieder extremen Druck auf den Augen auslöst. In erster Linie sei zu empfehlen, dass man sich ausgewogen ernährt und Stress vermeidet. Außerdem ist Sport eine gute Möglichkeit, um den Körper fit zu halten und wahrscheinlich auch vor Clusterkopfschmerz zu schützen, ganz bewiesen ist diese These jedoch nicht.


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